Blue Flower

Ein Frosch in kochendes Wasser geworfen, springt sofort heraus. In kaltem Wasser langsam erhitzt, lässt er sich zu Tode kochen. Mit dieser altbekannten Methode sind die Schöpfer des Flughafens Berlin-Brandenburg bestens vertraut. Seit Jahren kochen sie uns ab. Jeder Expertenrat wurde in den Wind geschlagen, tausendfacher Bürgerprotest ignoriert. Mit falschen Versprechen und verlogenen Beschwichtigungen wurden Bürger und politische Bedenkenträger sanft erwärmt, um den falschen Standort durchzusetzen.

Wenn Sie persönlich zu den Glücklichen zählen, deren Nachtschlaf nicht bedroht und deren Gesundheit nicht gefährdet wird, werden Sie dennoch ein Opfer des BER-Desasters. Auch Ihre Steuern verbrennen in der Investruine Willy Brandt. Der BER ist schon heute das Schlagloch vor Ihrer Haustür, die geschlossene Bibliothek in Ihrem Wohngebiet und der Jugendclub, der nicht länger finanziert werden kann. Der BER zeigt sich im Lehrermangel, ebenso wie in der bröckelnden Bausubstanz kommunaler Gebäude.

Von der Standortentscheidung bis zu Mehdorns Sprintprogramm ist der BER ein beispielloses Desaster. Auf ein Happy End kann „Willy Brandt“ nicht hoffen. Würde der Flughafen eines  Tages tatsächlich fertig, hätten die Steuerzahler einen kleinen gebrauchten Unfallwagen zum Preis einer nagelneuen Luxusjacht finanziert. Bei einer absehbaren Kostensteigerung um das Drei- bis Vierfache der ursprünglich geplanten Investitionssumme kann und darf es deshalb keinen Durchhalte-Automatismus geben.

Demokratie lebt von aktiver Beteiligung und nicht von
stiller Duldung:

  • Fordern auch Sie ein Ende der Steuergeldverbrennung in Schönefeld!
  • Fordern auch Sie den Ausstieg aus dem BER-Projekt!
  • Fordern auch Sie einen Neustart durch private Investoren an einem geeignetem Standort!
  • Schreiben Sie Briefe und bringen Sie Ihren Unmut zum Ausdruck!
  • Tragen Sie den Protest in Ihre Gemeinde, wenn wegen des BER-Desasters gespart oder an anderen Stellen gekürzt wird!
  • Schließen Sie sich einer Bürgerinitiative an!
  • Setzen Sie bei der nächsten Wahl ein deutliches Zeichen

Versuch, private Investoren für den Bau des Flughafens am Standort Schönefeld zu gewinnen, scheiterte 2003. Der Abbruch des Privatisierungsverfahrens kostete laut Presseberichten 41 Mio. Euro, die als Schadenersatz an die ehemaligen Investoren gezahlt wurden. Der Flughafen wurde seither in Eigenregie der drei Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg ins Werk gesetzt. Die Kosten von ursprünglich 1,7 Mrd. Euro sicherten sie mit einer hundertprozentigen Bürgschaft. Für Politik und Wirtschaft ist dies eine klassische Win-Win-Situation:

Das wahre Ausmaß des Desasters bleibt im Dunkeln. Niemand übernimmt Verantwortung. Die realen Kosten sind unbekannt, die 6 Mrd.Euro-Grenze ist längst erreicht. Fest steht nur, dass dies nicht reichen wird. Zudem kostet der nicht eröffnete Flughafen allein aufgrund entgangener Einnahmen und laufender Unterhaltungskosten jeden Monat 35 Mio. Euro. Allein die Stillstandskosten werden konservativ auf 1,6 Mrd. Euro geschätzt – beinahe soviel, wie der Flughafen ursprünglich kosten sollte.

Wider besseren Wissens beschwören die Politiker unisono, dass der laufende Betrieb des künftigen Flughafens kostendeckend gewährleistet werden kann. Neuste Berechnungen anhand von Vergleichsdaten deutscher und internationaler Airports offenbaren jedoch, dass der BER nach Fertigstellung allein in den ersten zehn Betriebsjahren mit weiteren Steuergeldern von mindestens 500 Mio. Euro jährlich subventioniert werden muss.

Darüber hinaus belegen Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen (die wir nachfolgend zum Download anbieten), dass sich die Investitionskosten niemals amortisieren werden. Der BER wird für alle Zeit zum Fass ohne Boden!

Das Raumordnungsverfahren stufte Schönefeld vor allem wegen des dicht besiedelten Umfeldes als ungeeignet ein. So wurde 1996 die Entscheidung für diesen Standort absichtsvoll und wider besseren Wissens allein aus politischen Gründen getroffen. Die Vielzahl der künftig von Fluglärm Betroffenen spielte bei der Standortwahl keine Rolle.

Um überhaupt für einen Flughafen an diesem dichtbesiedelten Standort eine Genehmigung zu erhalten, setzten die Planer ein hohes Lärmschutzniveau an. Im Jahr 2004 wurde es planfestgestellt. Die Flughafengesellschaft unterlief jedoch mit Duldung der Eigentümer Land Brandenburg, Berlin und Bundesrepublik diese eigenen Vorschriften, um ca. 600 Mio. Euro zu sparen. 

Jahrelang wurden die Anwohner mit Duldung der Landesregierung über die Flugrouten getäuscht. Es war nie beabsichtigt, die im Planfeststellungsverfahren vorgelegten Routen umzusetzen. Laut Grobplanung von 1998 sollte das Berliner Stadtgebiet nicht überflogen werden. Der Lärmkorridor hat sich gegenüber dieser ursprünglichen Planung massiv vergrößert. 

In der Findungsphase propagierten die politischen Strippenzieher wohlweislich einen ’mittelgroßen Verkehrsfl ughafen’ mit 2 Start- und Landebahnen für das regionale Verkehrsaufkommen. Ein solcher wurde geplant und genehmigt. Doch die Weisungsempfänger der Luftfahrtlobby geben sich damit längst nicht mehr zufrieden.

Aktuelle Studien beweisen: Fluglärm macht krank! Fluglärm ist ein Risikofaktor für die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Berlin und Brandenburg. Prognosen für das Umfeld des Flughafens Frankfurt/M. sind alarmierend: im Zeitraum 2012 - 2021 werden 23.400 Krankheitsfälle, davon 3.400 Todesfälle auf Fluglärm zurückzuführen sein.

Am schlimmsten trifft es die Kinder in den Schutzgebieten. Sie müssen in schallgedämmten und mechanisch belüfteten Räumen spielen, lernen, essen und schlafen. Außerhalb geschützter Gebäude trifft sie die volle Wucht des Lärmterrors. Gutachter der Flughafengesellschaft gehen davon aus, dass 15 % der betroffenen Kinder gesundheitliche Schäden erleiden werden. Außenbereiche wie Gärten, Spielplätze, Schulhöfe und Erholungsgebiete sind nicht schützbar. Außerhalb von schallgedämmten Räumen – sog. ’Akustikkäfigen’ – ist kein Schallschutz möglich!

Das Ohr schläft nie! Schlafstörungen und massive Gesundheitsgefährdung sind die Folgen. Der Deutsche Ärztetag und das Umweltbundesamt fordern daher ein striktes Nachtflugverbot, wie es für jeglichen Umweltlärm gesetzlich vorgeschrieben ist. Dafür haben 2012 in Berlin und Brandenburg fast 250.000 Menschen gestimmt. Es wurde das erste Volksbegehren in der Geschichte Brandenburgs gewonnen. Mit einem Schulterzucken verweigern die verantwortlichen Politiker den Bürgern jedoch auch weiterhin das Recht auf Nachtruhe und körperliche Unversehrtheit. Ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr wird es am BER nicht geben.

Das Flugzeug ist mit Abstand das umweltschädlichste Verkehrsmittel und wird dennoch mit steuerfreiem Kerosin subventioniert und gegenüber der Bahn bevorteilt! Durch die Verbrennung von Kerosin entstehen gesundheitsschädliche und klimawirksame Stoffe wie Kohlenmonoxid, Stickoxide, Schwefeloxide und Kohlenstoff in Form von Ruß. Umwelt und Natur werden schwer belastet, gerade durch unsinnige Kurzstreckenflüge, die ersatzlos und sofort durch andere Verkehrsträger ersetzt werden könnten.

Beim BER explodieren die Kosten, während an anderer Stelle Schuldächer einstürzen und sich die Bürger die Beine brechen, weil der Winterdienst nicht bezahlbar ist. Um die gewaltige Geldvernichtung anschaulich zu machen, hier einige Beispiele, um welche Chancen Brandenburg und Berlin betrogen werden. Mit den zu erwartenden 500 Mio. EURO Verlust pro Jahr könnte man wahlweise folgende dringend erforderlichen Investitionen tätigen: